Der Kurzfilm „Berlin“ thematisiert selbstgeschaffene Konflikte und Probleme, die in den Köpfen der Menschen zu finden sind. Die Stadt ist das Zentrum von wirtschaftlicher Stärke, Wachstum und gilt als Wahrzeichen Deutschlands. In dieser stetigen Bewegung gibt es jedoch oft Elemente des Stillstandes, der Ruhe und eben Menschen, die nicht teil der Bewegung sind, oder sein möchten. „Berlin“ handelt von zwei Menschen: einem in Bewegung, und einem der der Bewegung nicht folgen kann.
Die ca. 30 minütige Tragödie erzählt von der Beziehung des jungen, frisch in die Hauptstadt gezogenen, Ehepaars Engels. Als aufstrebender Architekt investiert Tom Engels viel Zeit in seine Karriere, was dazu führt, das sich beide voneinander distanzieren. Anja Engels schafft es als introvertierte Person nicht, in der Situation neue soziale Kontakte zu knüpfen. Sie zieht sich zunehmend in Ihre Einsamkeit zurück und versucht vergeblich einen Ausgleich zu Toms Abwesenheit zu finden. Ihre Unzufriedenheit spielt sie vor Ihrem Partner herunter, erwartet jedoch Toms Kenntnisnahme ihrer Depressionen.
Nachdem ihre vermeintlich an den Rollstuhl gebundene ältere Nachbarin,
Rose-Marie Mayers, als Mentorin in ihr Leben tritt, wagt Anja die
Konfrontation mit ihrer Situation. Toms erneute Abwesenheit bei ihrem gemeinsamen Hochzeitstag lässt Anja über ihre moralische Grenzen springen und stellt die Beziehung auf die Probe.